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Geschichte

Brauchtum    Chronik

                  

 

Brauchtum - der Weideauftrieb in Wieda

Eine Veranstaltung mit viel Tradition

 

Der Weideaustrieb ist eine alte Harzer Tradition, die seit einigen Jahren in Wieda durchgeführt wird. Bis in die 50erJahre wurden in Wieda, wie auch in anderen Harzorten, die Kühe des Dorfes, natürlich Harzer Kühe – im Frühjahr auf die Weide getrieben, Es war damals für die Bevölkerung das erste Fest das Jahres, auf das sich Gross und Klein schon lange freuten. Die Kinder fertigten Peitschen aus Stöcken und Schnüren an und übten schon fleissig das „Peitschenknallen“. Fachmännische Ratschläge wurden untereinander ausgetauscht, wie man den lautesten Knall erzeugt.

Dann war es endlich soweit: Die Tiere, die den ganzen langen Winter im Stall standen wurden mit der Glocke des Hauses geschmückt und auf die Strasse geführt. Vorher hatte der Hirte mit seinem Horn schon das Signal geblasen. Endlich konnten die Tiere frei laufen. Mit grotesken Sprüngen zeigten sie ihre Freude. Mit den anderen Kühen wurde schon mal geprüft, wer stärker ist. So mancher Holzstapel, der vor den Häusern aufgestapelt war, wurde dabei umgestossen.

In Wieda war die traditionelle Wiese für diesen Tag im Herrenwiesental. Dorthin folgten die Bewohner der Herde. Ein Bierfass, natürlich voll, wurde für die Männer auf einem Karren mitgeführt. Natürlich auch feste Nahrung in Form von Brot und Würsten. Für die Kinder gab es rote und grüne Brause. Die Kämpfe zwischen den Tieren dauerten den ganzen Tag über, bis feststand, welche Kuh in der Herde das Sagen hatte. Manchmal setzten sich die Kämpfe auch bei den Besitzern der Tiere durch reichlich Biergenuss hervorgerufen, fort. Die Freunde und Geselligkeit überwogen aber, sodass es immer ein harmonisches Fest wurde. Heute setzt der Verein „Harzer Rotes Höhenvieh in Wieda“ diese Tradition fort. Am Pfingstmontag um 11.30 Uhr geht es los.

Vor der Kurverwaltung in der Ortsmitte wird dem Hirten, Paul Dittmer, vom Wiedaer Kurdirektor, Uwe Werner, das Hütegeld für diesen Tag ausgezahlt und ihm viel Erfolg gewünscht. Im letzten Jahr betrug die Summe 12 Groschen und 7 Pfennige. Man darf gespannt sein ob es in diesem Jahr eine „Lohnerhöhung“ geben wird. Mit dem Wiedaer Harzklub, den Klosterspatzen aus Walkenried, vielen Hirten aus anderen Harzdörfern und natürlich vielen einheimischen und auswärtigen Freunden des Harzer Roten Höhenviehs zieht die geschmückte Herde auf die Wiese am Kuckuck. Bei Musik, Speisen und Getränken wird ein typisches Harzer Fest gefeiert.
 
 
 

Chronik

26.03.1998 Gründungsversammlung

 

 

Und neun Idealisten gründen einen Verein.

Am 18.11.1998 wird eine Satzung beschlossen.

 

 

1. Vorsitzender – Herr Siegfried Gorlt

2. Vorsitzender – Herr Ulrich Glapa

Kassenwart – Herr Kroes

Schriftführerin – Frau Ursula Niebuhr

 

 

Erste Jahreshauptversammlung: 10. Mai 1999

 

Der Verein hat 4 Tiere, 2 Ältere und 2 Jüngere.

 

Viehauftrieb (Pfingsten) und Viehabtrieb (Erntedank) wird mit Gottesdiensten gefeiert.

 

Der Plan für den Bau eines Unterstandes wird gefasst.

 

 

Leider entstehen erste Schwierigkeiten mit gewissen Mitbürgern.

 

Am 4.Februar 2000 besteht der Verein bereits aus 46 Mitgliedern.

 

 

Zur Jahreshauptversammlung 2000 finden Neuwahlen statt:

 

1. Vorsitzender – Herr Siegfried Gorlt

2. Vorsitzender – Herr Ulrich Glapa

Kassenwart – Herr Friedrich Niebuhr

Schriftführerin – Frau Ursula Niebuhr

 

Viehauftrieb und Viehabtrieb werden feste Veranstaltungen am Pfingstmontag und am Erntedanktag.

  

1. Hirte

Der Verein hat jetzt 4 Muttertiere und 4 Kälbchen.

 

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 24. März 2001 wird Herr Uwe Frenzel als Beisitzer gewählt.

 

Der Verein besteht aus zehn Tieren und 50 Menschen.

 

Am 24. Oktober 2001 beginnt der Bau des Unterstandes. Schon vier Tage später wird richtfest gefeiert.

 

Am 7. Dezember 2001 ist der Unterstand fertig.

 

Herr Glapa gibt seinen Vorsitz auf.

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 25. Mai 2002 wird der Vorstand neu gewählt.

 

1. Vorsitzender - Herr Siegfried Gorlt wird bestätigt

2. Vorsitzender – Herr Siegfried Müller

Kassenwart – Herr Werner Gunkel

Schriftführerin  - Frau Ursula Niebuhr wird bestätigt

Beisitzer - Herr Uwe Frenzel wird bestätigt

 

Von 10 Tieren sind 6 tragend.

 

Im Mai 2003 ist der Bestand auf 10 Kühe, 1 Bullenkalb und 5 Kuhkälbchen gewachsen.

 

Im Februar 2004 werden die Rinder zu Ökotieren erklärt.

 

 

Im April 2004 ist aus dem Unterstand ein Stall geworden.

  

Die Herde besteht jetzt aus 23 Tieren.

 

Zum Viehauftrieb 2005 wird ein „Kuhbaum“ errichtet.

 

 

 

Die Herde hat jetzt 10 Muttertiere und 5 Kälber.

 

Der Vorstand des Vereins gibt spontan die Zusage zur Darstellung einer „Lebenden Krippe“ zur 2005 gegründeten Wiedaer Krippenweihnacht.

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 3. März 2006 bleibt der „Lange“ Name des Vereins erhalten.

 

Herr Werner Gunkel stellt sein Amt zur Verfügung.

 

Die Neufassung der Satzung wird anerkannt.

 

Bei der Neuwahl des Vorstandes ergibt sich:

 

1. Vorsitzender – Herr Siegfried Gorlt

2. Vorsitzender – Herr Walter Pauls

Kassenwart – Herr Manfred Draheim

Schriftführerin – Frau Ursula Niebuhr

1. Beisitzer – Herr Uwe Frenzel

2. Beisitzer – Herr Paul Dittmer

 

Im Juni 2006 kommen 7 Kälbchen zur Welt: 2 Bullenkälbchen und 5 Kuhkälbchen.

Ein Fontlader wird angeschafft.

 

Im Jahr 2007 wird der Anbau am Stall als Heulager fertig gestellt.

 

Im Jahr 2007 werden 7 Kälbchen verkauft; 3 Ochsen werden geschlachtet – das Fleisch wird durch die Fleischerei Karl Buchholz vermarktet.

 

Alle Tiere sind gesund.

 

Der Bestand von 17 Tieren soll weitergeführt werden.

 

 
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